"Den Jahren mehr Leben geben" 

Seit meiner Tätigkeit in einer Suchtberatungsstelle vor 25 Jahren beschäftigt mich die Frage, wie ein gutes Leben gelingen kann, ohne sich zu betäuben. Ein bewusster Lebensstil mit viel Bewegung in der freien Natur und gesunder Ernährung war mir schon immer wichtig. Zudem habe ich eine besondere Affinität zu alternativen Ansätzen und Naturheilverfahren. Yoga nimmt seit langem einen bedeutenden Platz in meinem Leben ein. 

Im engen Familienkreis wurde ich relativ früh mit den Alterskrankheiten Parkinson und Demenz  konfrontiert - mit der damit verbundenen Machtlosigkeit, dem enormen Medikamentenkonsum und dem sukzessiv fortschreitenden Weg in die Abhängigkeit bis hin zur Pflegebedürftigkeit.


Diese Erfahrung traf mich zutiefst und weckte nach und nach das Bedürfnis, mich vertieft mit dem Thema Altern zu befassen und nach Wegen für eine bewusste Lebensweise in der zweiten Lebenshälfte zu suchen.  Auffällig ist, dass dabei oft ein eher negatives Bild gezeichnet wird. Ich richte meinen Fokus auf positive Aspekte, auf Ressourcen, Eigenverantwortung und - abseits vom konsumorientierten Longevity-Boom - auf natürliche Prävention.

Irgendwann fiel mir folgendes Zitat in die Hände: „Gib dem Leben nicht mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben!“ Daraus entstand die Idee zur Initiative „Den Jahren mehr Leben geben“, in der ich mich gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern aus meinem Netzwerk der Frage widme, wie wir die zweite Lebenshälfte eigenverantwortlich, gesund und erfüllt gestalten können. Das Thema mag unsexy erscheinen - meiner Ansicht nach können wir jedoch gar nicht früh genug damit beginnen.








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